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Programm für das Schulfest
Helfer und Kuchen für das Schulfest gesucht!
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Acht Jahre Schüleraustausch mit Piekary Nun insgesamt schon zum 8. Mal fand der Schüleraustausch zwischen dem Dientzenhofer Gymnasium Bamberg und dem LO "Radosna Nowina 2000" in Piekary statt. Was 2010 so alles in Piekary passiert ist, kann in den nachfolgenden Zeilen gelesen werden.
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| Vor der Symphonie an der Regnitz beim Besuch einer Generalprobe der Bamberger Symphoniker |
So machten wir, die 10 c, uns am Donnerstag, dem 22. April 2010, unter der Führung von Herrn Wenker und Frau Pfuhlmann, mit dem Bus auf nach Piekary, das in der Nähe von Krakau liegt. Nach einer langen, anstrengenden, aber durchaus unterhaltsamen Busfahrt kamen wir dann abends an. Die polnischen Schüler warteten bereits vor der Schule auf uns und nach anfänglichem gegenseitigem Abchecken und Gelächter hatte bald jeder seinen Austauschpartner entdeckt, woraufhin es gleich im Anschluss das erste gemeinsame Abendessen in der Schule gab. Danach folgte die offizielle Begrüßung durch den Schulleiter Jacek Tendej. Da wir jedoch alle schon recht müde waren durch die Busfahrt, ging es relativ früh zum Schlafen in das komfortable Gästehaus des Internats.
Am nächsten Tag unternahmen wir nach gemeinsamem Frühstück und ein bisschen Polnischunterricht eine Stadtführung durch die Altstadt von Krakau. Nach der langen Mittagpause, in der wir nun etwas mit unseren Austausch-Partnern allein unternehmen konnten, und der anschließenden Stadtrundfahrt durch Nowa Huta, den großen Arbeiter-Stadtteil aus der Ära des Kommunismus, brachen wir zu den jeweiligen Gastfamilien auf, die je nachdem zwischen 10 und über 100 km entfernt wohnten.
Samstags hatten wir dann unser individuelles Programm in den Familien oder machten in kleineren Gruppen die Gegend unsicher. Klar merkte man bei dem einen etwas mehr, bei dem anderem etwas weniger Begeisterung über das jeweilige Programm am Wochenende, doch insgesamt hat es doch jedem gefallen.
Am späten Sonntagnachmittag dann kamen wir tröpfchenweise von den Familien zurück nach Piekary. Nachdem jeder von seinen lustigsten Ereignissen erzählt hatte, gab es Essen und eine spontane Programmänderung. Und so besuchten wir eine Gala , in der die Preisträger eines Kulturwettbewerbes der Schule ausgezeichnet wurden und eine Probe ihres Könnens ablieferten. Da natürlich alles auf Polnisch war, verstanden wir leider kein Wort.
Am Montag ging es dann erst einmal in den lange vermissten Unterricht. Nach vier mehr oder weniger interessanten Stunden aßen wir zu Mittag und fuhren anschließend nach Krakau zu einer Führung durch das ehemalige Juden-Viertel Kazimierz. Danach startete wohl einer der wichtigsten Punkte im Programm. Vier Stunden Freizeit im Zentrum von Krakau, die eigentlich jeder zum Shopping nutzte. Um 21:00 Uhr waren wir dann wieder alle in Piekary und ließen den Abend etwas ruhiger ausklingen. (Die meisten jedenfalls.)
Der Dienstag war von etwas trüberer Stimmung geprägt. Nach dem Frühstück haben wir zusammen den Film „Schindlers Liste“ angeschaut um uns mental auf das Thema vorzubereiten, das den heutigen Tag bestimmen sollte. Nach dem Mittagessen fuhren wir nämlich in das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz und anschließend nach Birkenau. An dem Ort zu stehen, von dem wir in unserem Schulleben zwar schon viel gehört hatten, war doch sehr beeindruckend und machte den Wahnsinn der Nazis für uns besser begreifbar.
Zum Abendessen waren wir dann wieder in Piekary, worauf zur Entspannung ein inoffizielles Länderspiel folgte. Unsere deutsche Top Elf der 10c spielten gegen die polnische Schülermannschaft der Schule in Piekary. Leider mussten wir uns 2:0 geschlagen geben, was wohl am Platz lag. Anschließend hat der Großteil der Gruppe via Livestream und Leinwand das Champions-League Spiel FC Bayern München gegen Lyon im Klassenzimmer verfolgt. Danach ging es in die jeweiligen Schlafplätze.
Am letzten Tag stand das Salzbergwerk in Wieliczka auf dem Programm. Hinunter ging es dort per Fuß. Nach gefühlten 1000 Stufen hatten wir es dann geschafft und eine durchaus interessante Führung. Wieder hoch kamen wir dann zum Glück mit dem Aufzug. Für letzte Einkäufe ging es nun noch in das größte Einkaufszentrum Europas, das in Krakau neu eröfnet hatte.
Nach dem gemeinsamen Abendessen begann dann eine Schulfeier zum Abschied der Abiturienten – aber auch von uns. Und ehe man sich versah, ging es auch schon los. Am Lagerfeuer konnte man sich Würstchen grillen und auf der großen Wiese die Hüften kreisen lassen. Mit den anderen polnischen Schülern verstand man sich auch gut, sofern man auf welche getroffen ist, was durchaus auch an dem traditionellen Tanz lag, den uns unsere polnischen Partner beibrachten. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat dann letztendlich doch jeder einmal getanzt. Aber das „Jeden-Tag-spät-ins-Bett-gehen“ hinterließ spätestens am Mittwochabend seine Spuren. Ab 23:00 Uhr saßen die meisten von uns nämlich hundemüde auf dem Flur der Schule.
Doch dann kam der Abschied. Trotz allem war die Euphorie groß und man umarmte sich lachend. Nachdem sich jeder von jedem verabschiedet hatte, bildeten unsere Austauschpartner eine Menschenkette vor dem Bus, um uns am Wegfahren zu hindern. Doch irgendwie löste sich die Kette doch auf und der Bus fuhr los auf dem Weg nach Bamberg, beladen mit Koffern, einer Menge Eindrücke und Erinnerungen und von Polen träumenden Schüler.
Als dann am 9. Juni die Polen in der Kantstraße ankamen, waren es schon alte Bekannte. Wir begrüßten sie in unseren Familien und nun sollten sie unsere Heimat kennen lernen. Das konnten sie bei einer Stadtführung, dem Besuch des Wilde-Rose-Kellers, wo wir ihre Ankunft feierten, sowie dem Besuch einer Generalprobe der Bamberger Symphoniker. Auch sonst waren wir, vor allem abends oder beim public viewing der Fußball-WM, viel in der Stadt unterwegs. Aber auch Nürnberg und München standen auf dem Programm, einmal um das Reichsdokumentationszentrum zu besuchen, zum anderen aber, weil eine Einladung in die Staatskanzlei bestand. Eine Wanderung in der fränkischen Schweiz rundete die zweite Woche unseres Austausches ab.
Unsere großen Vorbehalte gegenüber Polen erwiesen sich im Nachhinein also als völlig unbegründet, denn wir haben zwei außergewöhnlich schöne Wochen zusammen mit unseren Austauschpartnern erlebt!
Philipp Götz
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